Entnahmeplan: So wird der Fonds zur Zusatzrente [mit Berechnungen]

Der Entnahmeplan ist ein bei vielen Fondssparern unbekanntes “Feature” von Investmentfonds: Über einen festen Zeitraum oder sogar lebenslang wird der Fonds damit zu einer Zusatzrente. Gerade in Zeiten von immer noch niedrigen Spar-Zinsen ist der Entnahmeplan eine Alternative zur privaten Rentenversicherung. Das gilt besonders bei einem Fondsdiscounter 2.0 wie Rentablo, denn die regelmäßige Provisionserstattung erhöht verlässlich die Zusatzrente. Möglich ist ein Entnahmeplan mit jedem sparplanfähigem Fonds. Die Partnerbanken von Rentablo bieten davon reichlich.

Entnahmeplan in einer Minute erklärt von Viki Virtualia:
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Wer vor dem Ruhestand steht, eine größere Summe Geld angespart hat und die gesetzliche Rente aufstocken will, denkt oft an eine sofort beginnende Rentenversicherung, auch Privatrente genannt. Er erhält dafür eine lebenslange Rente. Allerdings hängt die Höhe der Privatrente ganz wesentlich vom Zinsniveau ab, da die Lebensversicherer den größten Teil der Kundengelder in Zinsanlagen investieren. Eine Folge davon ist, dass bei Neuverträgen seit 2022 maximal nur noch eine jährliche Verzinsung von 0,25 Prozent fest zugesagt werden darf.

Mit dem Entnahmeplan eines Fonds ist abhängig von der Wertentwicklung eine deutlich höhere Auszahlung möglich, hinzu kommt ein anderer handfester Vorteil: Was bei Tod des Fondssparers noch übrig ist, kann vererbt werden, verfällt also nicht wie bei der Privatrente an die Lebensversicherung.

Zur Orientierung: Ein heute 60-jähriger Mann lebt im Schnitt noch 22 Jahre, eine Frau etwa 25 Jahre. Allerdings: Nimmt man die Sterbefälle von 45 bis 95 Jahre und mehr, dann stirbt etwa jeder 5. Deutsche noch vor dem 70. Geburtstag, so die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die jeweilige Lebenserwartung hängt von einigen Faktoren ab – zum Beispiel sterben Geschiedene deutlich früher, haben Studien gezeigt.

Bei dem dem Entnahmeplan eines Fonds sind zwei Typen zu unterscheiden:

  • Ohne Kapitalverzehr
  • Mit Kapitalverzehr

Entnahmeplan ohne Kapitalverzehr

Bei diesem Modell bleibt das Vermögen erhalten, ausgezahlt werden lebenslang nur die Erträge. Angenommen, es besteht ein Fondsvermögen von 100.000 Euro und die jährliche Rendite beträgt 4%, so stünden 4.000 Euro im Jahr für eine Ratenauszahlung zur Verfügung, also etwa 330 Euro im Monat.

Das ist allerdings eine sehr theoretische Betrachtung, da ein Fondsinvestment selten konstant Jahr für Jahr die gleiche Performance bringt. In guten Zeiten (mehr als 4%) würde das bedeuten, dass das Fondsvermögen weiter steigt; in schlechten Zeiten (weniger als 4%) müsste die Fondsgesellschaft die Auszahlungen stoppen, damit das Fondsvermögen erhalten bleibt.

Entnahmeplan mit Kapitalverzehr

In der Praxis üblich ist ein Entnahmeplan, bei dem nach und nach das Vermögen verbraucht wird, zum Beispiel kalkuliert mit 4 % über 25 Jahre. In schlechten Jahren fällt die Auszahlung zwar nicht aus, aber das Kapital wird schneller verbraucht und reicht vielleicht nur noch 20 Jahre. Dem kann der Kunde entgegensteuern, indem er in Abschwungphasen die Auszahlungen reduziert.

Verlässlicher scheinen Auszahlpläne basierend auf Rentenfonds zu sein, die in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Aber Achtung: Steigen die Zinsen drückt das zunächst die Rendite. Denn steigt das Zinsniveau, fallen die Rentenkurse, was die Performance von Rentenfonds drückt. Immobilienfonds bieten meist mehr oder weniger konstante Renditen.

Für einen solchen Entnahmeplan reicht ein Schreiben an die Fondsgesellschaft mit Angabe der gewünschten Rate, sei es monatlich, quartalsweise oder jährlich. Auf der Website “Zinsen berechnen” lässt sich berechnen, wie viel Auszahlung möglich ist.

Für einen schnellen Überblick haben wir eine Berechnung erstellt, wie viel Fondsvermögen Sie benötigen, um bei einer angenommenen Rendite auf 1.000 Euro im Monat zu kommen.

Für 1.000 Euro Rente: So viel Fondsvermögen brauchen Sie

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So lesen Sie die Tabelle: Angenommen, Sie möchten über 20 Jahre jeden Monat 1.000 Euro ausgezahlt bekommen. Sie erwarten eine Fondsrendite von durchschnittlich 4%. Sie bräuchten dann ein Vermögen von 166.053. Euro. Wenn Sie vorsichtig nur mit 2 % Rendite rechnen, ist ein Vermögen von 198.009 Euro notwendig.Bei Rentablo kommt zur Auszahlung noch die Erstattung von Bestandsprovisionen hinzu, welche Ihre Rendite jährlich um durchschnittlich 0,5% erhöht und natürlich auch bei einem Entnahmeplan quartalsweise an Sie in bar ausgezahlt wird.

Der Weg zum Entnahmeplan:

  1. Wählen Sie bei Ihrer Depotbank einen Fonds aus, aus dem die Raten entnommen werden sollen.
  2. Beantragen Sie bei der Depotbank eine ratierliche Auszahlung für diesen Fonds.

Statistik Lebenserwartung: So lange bleibt Ihnen abhängig vom aktuellen Alter

Zur Lebenserwartung gibt es oft Aussagen wie: „Frauen werden  83“. Das ist so nicht richtig. Die Lebenserwartung muss stets vom aktuellen Alter aus gesehen werden. Ein heute geborenes Mädchen hat eine Lebenserwartung von 83 Jahren. Wenn eine Frau aber schon 83 ist, hat sich statistisch noch eine Rest-Lebenserwartung von mehr als 7 Jahren, wird als über 90.

Haben also früher Geborene eine längere Lebenserwartung? Nein, das stimmt so auch nicht. Wenn heute jemand geboren wird, dann hat er noch einige typischen Lebensgefahren vor sich. Früher war das vor allem die Säuglingssterblichkeit, die die statistische Lebenserwartung deutlich reduzierte. Anders als vielfach geglaubt, sind unsere Vorfahren nicht allesamt mit 40 oder 50 von der Welt gegangen. Der 1749 geborene Johann Wolfgang von Goethe wurde zum Beispiel 83 Jahre alt.

Heute sind zum Beispiel Unfälle, die sie statistische Lebenserwartung drücken, weil zwischen 15 bis 25 der Leichtsinn meist besonders groß ist. Später kommt zum Beispiel Stress im Beruf oder ein traumatisches Erlebnis wie eine Scheidung.  Wer all diese Lebensgefahren überwunden hat und alt geworden ist, der kann sich deshalb auf ein überdurchschnittlich langes Leben freuen.

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Quelle: Sterbetabel 2019/2021 Statistisches Bundesamt

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