FondsClever im Vergleich mit Rentablo (Stand: 30.07.2020)

Fonds ohne Ausgabeaufschlag, in Fondsanteile investieren zu Discount-Konditionen. Das verspricht FondsClever (www.fondsclever.de) in Mannheim, ein weiterer Wettbewerber von Rentablo als Fondsvermittler . Da wir den Vergleich nicht scheuen und überzeugt sind, besser zu sein, stellen wir Unternehmen und Angebote wie den Fondsvermittler Fondsclever vor und vergleichen sie mit Rentablo, nennen Vorteile und Nachteile und, wenn möglich, Erfahrungen und Bewertungen von Nutzern der Angebote.

Wer macht FondsClever?

FondsClever.de ist laut Angaben auf der Website ein Geschäftsbereich der DTW GmbH, die sich selbst als einer der “bedeutendsten” Baufinanzierungs­vermittler in Deutschland bezeichnet. Das in Mannheim ansässige Unternehmen wurde 2002 gegründet. Geschäftsführer ist der Diplom-Volkswirt Christoph Müller, der bei Linkedin über sich schreibt: „Als angestellter Geschäftsführer der DTW GmbH verfüge ich über umfangreiche Kenntnisse im Bereich Direktvertrieb von Immobilienfinanzierungen sowie Investmentfonds. Als Generalist verantworte ich den operativen Geschäftsbetrieb sowie die strategische Weiterentwicklung der bundesweiten Marken DTW | Immobilienfinanzierung sowie FondsClever.de.“

Was macht das Unternehmen?

FondsClever (Slogan: „Der Fondsdiscounter für clevere Anleger”“) bezeichnet sich, wie wir finden,  ziemlich großspurig als  „einer der günstigsten Fondsvermittler in Deutschland“.  Mit wem im Vergleich Fondsclever angeblich günstiger ist, bleibt offen. Der direkte Vergleich mit Rentablo zeigt nach unserer Meinung, dass FondsClever einer der Fondsvermittler in Deutschland ist, der seinen Kunden am wenigsten bietet. Im Wesentlichen bietet der Fondsvermittler bei etwa 6.500 Fonds 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag sowie die Übernahme der Depotgebühren ab 25.000 Euro Depotbestand.

Fondsvermittler mit „Vertrauensgarantie“. Screenshot: Fondsclever.de
Fondsvermittler mit „Vertrauensgarantie“, die uns irgendwie spanisch vorkommt. Screenshot: Fondsclever.de

Möglicherweise ist dem Fondsvermittler selber bewusst, dass das nichts Besonderes ist und wirbt daher noch mit der Aussage:  „Ihr Fondsvermittler mit Vertrauensgarantie“. Garantien sind natürlich immer eine tolle Sache. Zahlt FondsClever Geld zurück, wenn jemand mit Fonds Kursverluste erlitten hat? Garantiert man vielleicht mindestens das eingezahlte Geld wie bei einer Riester-Rente? Oder garantiert man vielleicht, dass die Konditionen immer unverändert bleiben? Das bestimmt nicht, denn in den AGBs ist genau das Gegenteil zu lesen:

Die Konditionen von FondsClever.de können durch eventuelle zukünftige Veränderungen, Fondsschließungen, Provisionsänderungen oder Restriktionen durch die Fondsgesellschaften regelmäßig angepasst werden. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung eines Bonus auf den Ausgabeaufschlag beim Erwerb von Fondsanteilen besteht nicht.

Quelle: https://www.fondsclever.de/informationen/agb/

Trotz intensiver Recherche konnten wir leider nicht herausfinden, was denn nun FondsClever mit der “Vertrauensgarantie” konkret garantiert.

Was bietet FondsClever für Fondsanleger?

Sie erhalten auf etwa 6.500 Fonds 100 Prozent Sofortrabatt auf den Ausgabeaufschlag, es steht dabei das Fonds-Angebot der Bank ebase zur Verfügung. ebase ist die einzige frei wählbare Depotbank; daneben ist für DWS-Investments offenbar auch ein DWS-Depot möglich. Bei Fondsclever.de gibt es zudem einen “Login zum Depot”, was aber ohne jeglichen Hinweis als externer Link direkt zum Ebase-Portal führt (https://portal.ebase.com/(e2)/eo).

Die Kosten für das Ebase-Depot sind nach unserer Einschätzung ziemlich hoch, und zwar:

  • 12 Euro p.a. für das reine VL-Depot der ebase
  • 15 Euro p.a. für das ebase „flex Basic“ Depot (ebase Mini­sparplan) für eine Fonds­position
  • 30 Euro p.a. für das ebase „flex Select“ Depot für bis zu zwei Fonds­positionen
  • 45 Euro p.a. für das ebase „flex Standard“ Depot für bis zu 99 Fonds­positionen

Ab einem Gesamt­depot­volumen von 25.000 Euro (ausgenommen ETF), so die Werbung, übernimmt der Fondsvermittler die Depot-Gebühren für den Anleger, also den Fondssparer. Wie wir schon öfter beschrieben haben, sollte sich ein wirklich cleverer Anleger davon nicht bluffen lassen. Denn über die einbehaltene Bestandsprovision zahlt der Kunde die Depotgebühren letztlich doch selbst.

Rechenbeispiel zu Bestandsprovisionen:

Bei 25.000 Euro Fondsvolumen und einer durchschnittlichen Bestandsprovision von 0,5 Prozent liegen die jährlichen Provisionseinnahmen schon bei 125 Euro. Werden davon 30 bis 50 Euro Depotgebühr übernommen, bleibt unterm Strich noch einiges über. Umso mehr gilt das natürlich bei größeren Fonds-Volumen.

Dass FondsClever die Bestandsprovision bei den Fonds einbehält und damit ein Fondsdiscounter 1.0 ist (nur Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, kein Cashback), lässt sich ebenfalls in den AGB nachlesen.

FondsClever.de erhält zeitanteilige Vergütungen (laufende Vertriebsprovision), solange Investmentfondsanteile gehalten werden. Die Höhe der laufenden Vertriebsprovision berechnet sich als prozentualer Anteil des jeweiligen Wertes der verwahrten Fondsanteile und beträgt – je nach Abrechnung der jeweiligen Kapital­anlage-/Investment­gesellschaft und Art des Fonds – grundsätzlich 0,0 % bis 50 % der jährlichen Managementfee der jeweiligen Fondsanteile.

Quelle: https://www.fondsclever.de/informationen/agb/

An welche Anleger richtet sich der Fondsdiscounter?

Das beantwortet der Fondsvermittler online wie folgt:

FondsClever.de richtet sich an den erfahrenen, risiko­bewussten und informierten Anleger, der sich alle notwendigen Informationen für seine Anlage­entscheidung selbst beschaffen kann und auch versteht. Als reiner Fonds­vermittler erbringt FondsClever.de keine Anlag­eberatung oder trifft Kauf- oder Verkaufs­entscheidungen für Sie (execution only).

Tabellarischer Vergleich mit Rentablo

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Unsere Bewertung: Ein Fondsdiscounter der Generation 1.0

FondsClever ist wie viele Fondsvermittler ein Fondsdiscounter der Generation 1.0, der Abschlussprovisionen bei etwa 6.500 Fonds erstattet oder darauf verzichtet. Eine Erstattung von Bestandsprovisionen (Cashback) ist hingegen, anders als bei Rentablo, nicht vorgesehen, obwohl dies sich sehr positiv bei der Fonds-Rendite bemerkbar macht. Es ist nur eine Depotbank (Ebase) wählbar.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit FondsClever?

Schreiben Sie uns gerne dazu in den Kommentaren oder senden Sie uns eine Mail.

Fondsdiscounter im Vergleich mit Rentablo: Übersicht der bereits gecheckten Vermittler

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