Nach einem brutalen Absturz erlebten Kryptowährungen jüngst wieder einen beachtlichen Aufschwung. Ist es vielleicht doch eine gute Idee, etwas Geld in dieses neue Geld zu investieren? Wenn, dann ist es sinnvoll, zu diversifizieren, um das Risiko zu verringern. Das führt zur Frage, welche Krypto-Fonds es bislang gibt.

Auf Jahressicht ist Bitcoin immer noch deutlich im Minus, seit Jahresanfang aber gab es einen deutlichen Aufschwung. Quelle: Google Finance
Auf Jahressicht ist Bitcoin immer noch deutlich im Minus, seit Jahresanfang aber gab es einen deutlichen Aufschwung. Quelle: Google Finance

Was ist eigentlich eine Kryptowährung?

Eine Kryptowährung ist eine digitale Währung, die Kryptografie zur Sicherung und Überprüfung ihrer Transaktionen verwendet. Sie ist dezentralisiert und wird nicht von einer Regierung oder zentralen Behörde kontrolliert.

Kryptowährungen basieren in der Regel auf der Blockchain-Technologie, einem öffentlichen, digitalen Buch, das alle Transaktionen aufzeichnet und verifiziert. Kryptowährungen können für (Online-)Zahlungen verwendet werden.

Welche Kryptowährungen gibt es?

Derzeit gibt es über 5.000 verschiedene Kryptowährungen, wobei die bekanntesten Bitcoin, Ethereum, Ripple, Litecoin und Dogecoin sind. Andere beliebte Kryptowährungen sind Binance Coin, Cardano, Polkadot, Chainlink und Uniswap. Der Markt ändert sich ständig, es werden regelmäßig neue Kryptowährungen eingeführt.

Bitcoin wurde 2009 von einer anonymen Person oder Gruppe von Personen unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto geschaffen. Es war die erste dezentralisierte digitale Währung, deren Hauptzweck darin bestand, eine sichere, dezentralisierte Wertaufbewahrung zu bieten.. Die Blockchain-Technologie, auf der Bitcoin basiert, wurde auch für die Entwicklung vieler anderer Kryptowährungen und digitaler Technologien verwendet.

Warum schwanken sie so heftig?

Kryptowährungen sind sehr volatil, weil sie relativ neu und relativ unreguliert sind. Außerdem gibt es ein hohes Maß an Spekulation sowie teils blanker Betrug.

Statt einer Kursrakete war Bitcoin im vergangenen Jahr ein Rohrkrepierer. Aber seit Jahresanfang geht es wieder aufwärts.
Statt einer Kursrakete war Bitcoin im vergangenen Jahr ein Rohrkrepierer. Aber seit Jahresanfang geht es wieder aufwärts.

Wie kann man in Kryptowährungen investieren?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, direkt oder indirekt in Kryptowährungen zu investieren

  • Sie können eine oder mehrere Kryptowährungen direkt kaufen und lagern, indem Sie ein Konto bei einer Kryptowährungsbörse eröffnen.
  • Kryptowährungs-Futures sind eine weitere Möglichkeit, auf die Preisschwankungen von Kryptowährungen zu spekulieren.
  • Sie können in die für das Mining von Kryptowährungen erforderliche Hardware und Software investieren.
  • Es gibt Investmentfonds und ETFs (für Krypto ETN genannt), die in kryptowährungs bezogene Vermögenswerte investieren

Kryptofonds: Die meisten sind für Privatanleger unerreichbar

Aufgrund der strengen Anforderungen der OGAW-Richtlinie dürfen derzeit offenen Investmentfonds (Publikumsfonds) digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum und andere nicht enthalten. OGAW schreibt vor, dass Investmentfonds mehr als einen zugelassenen Vermögenswert enthalten und eine angemessene Diversifizierung bieten müssen. Kryptowährungen sind laut Branchenverband BVI aber noch nicht als Vermögenswert zugelassen, deshalb ist eine direkte Investition eines Fonds in Bitcoins und Co. nicht möglich.

Kryptofonds sind in der Regel alternative Investmentfonds (AIF, geschlossene Fonds) oder Hedgefonds, die Kapital in Kryptowährungen, auf der Blockchain-Technologie basierende Unternehmen oder andere kryptoassoziierte Vermögenswerte investieren. Solche Fonds haben oft Mindestanlagesummen, die oft über 10.000 EUR oder sogar über 100.000 EUR liegen. Ein Beispiel ist der französische Tobam Bitcoin-Fonds, der Ende 2017 mit einer Mindestanlage von 10.000 EUR startete und der erste seiner Art war. Der Fonds ist nicht mehr für neue Anlagen verfügbar.

Alternativen zu den geschlossen Kryptofonds

  1. Eine Alternative ist die Investition in ExchangeTraded Notes (ETN), die Wertentwicklung der digitalen Währungen mit einer Schuldverschreibungen abbilden. Zum Kursschwankungsrisiko kommt bei ETN hinzu, dass die Schuldverschreibung bei einem Bonitätsrisiko unterliegt. Das ist wie mit den früher populären Indexzertifikaten: Geht der Herausgeber pleite, ist ein Totalverlust die Folge.
  2. Ein weitere Alternative sind offene Publikumsfonds, die sich auf Unternehmen konzentrieren, die auf Blockchain-Technologie setzen oder das Metaverse und damit zumindest indirekt am Aufstieg (oder Abstieg) von Kryptowährungen partizipieren wollen. Hier einige Beispiele:

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